Schwarzerle – Roterle - Alnus glutinosa
Die Schwarzerle erheblichen Anteil am Erhalt der Artenvielfalt. In der Feldhecke findet dieser stattliche Baum als Überhälter seinen ergänzenden Platz und fördert dort die Biodiversität. Alnus glutinosa bietet vielen Insekten- und Vogelarten Nahrung und Lebensraum. An Bach- und Flussrändern ragt das Wurzelwerk ins Wasser und bietet dort Fischen und Krebsen Schutz.
Herkunft: Kulturpflanze der in Deutschland und Europa heimischen Wildart
Familie: Birkengewächse, Betulaceae
Wuchs: Die Schwarzerle wächst zu einem ca. 10 bis 25 Meter hohen Großbaum heran. Die Krone entwickelt pyramidal bis oval, der lockerer Kronenaufbau erreicht eine Breite von ca. 8 bis 10 Meter.
Blätter: Das sommergrüne Laub ist wechselständig angeordnet. Die Blattform des dunkelgrünen Blattes ist rundlich bis verkehrt eiförmig. Das Laub fällt ohne Herbstfärbung.
Blüte: Die männlichen Kätzchen sind braungelb. Aus den weiblichen Kätzchen reifen die hölzernen Zapfen. Die Blütezeit ist im März.
Früchte: Die eiförmigen Zapfen bleiben lange am Baum haften.
Standort: sonnig – halbschattig
Wurzelsystem: tiefgehendes Herzwurzelsystem
Bodenanspruch: An den Boden werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Als Pioniergehölz besiedelt die Erle auch Ödland. Der kultivierte, nahrhafte Boden reicht in der Regel für ein gutes Gedeihen aus. Der Baum favorisiert frische bis nasse und schwach saure Böden. Er verträgt auch lang anhaltende Überflutungen.
Winterhärte: sehr gut
Verwendung: Drainage von zu nassen Böden, Holzverarbeitung, Niederwaldbetrieb, Pioniergehölz, Knickpflanzung, Windschutz, Gewässerschutz, Pfahlbauten im Wasser, Kohlendioxidspeicherung im Boden, Wiedervernässung von Feuchtwäldern und Mooren
Wissenswertes: Die Erle erreicht ein Alter von ca. 120 - 150 Jahren. Unmittelbar nach der Fällung färbt sich das Holz an der Schnittstelle rot, deshalb wird sie auch Rot-Erle genannt. Das Erlenlaub hat bodenverbessernde Eigenschaften.