Gemeine Schneebere - Knallerbsenstrauch - Perlmuttbeere - Symphoricarpos albus var. laevigatus’
Die Schneebeere ist uns aus unserer Kindheit als Knallerbsenstrauch in Erinnerung geblieben. Das verdeutlicht, dass sich dieser robuste und anpassungsfähige Zierstrauch schon seit langer Zeit in der Gartenkultur bewährt hat. Deren leichte Giftigkeit und ihr Einsatz in der Naturheilhunde war uns allen im Kindesalter sicher nicht bewusst.
Herkunft: Kultursorte der in Nordamerika heimischen Wildart
Familie: Geißblattgewächse, Caprifoliaceae
Wuchs: Der Knallerbsenstrauch wächst aufrecht und buschig zu einem Kleinstrauch von ca. 2 Meter Höhe und Breite. Durch Schnittmaßnahmen kann die Höhe und die Breite bestimmt werden.
Triebe: Die dünnen Triebe sind dicht verzweigt und hängen leicht über.
Laub: Das sommergrüne Laub ist gegenständig angeordnet und kurz gestielt. Die Oberseite der eirundlichen Blätter hat eine dunkelgrüne Farbe, die Blattunterseite ist dagegen hellgrün. Das Herbstlaub zeigt sich gelblich.
Blüte: Von Juni bis September öffnen sich kleine glockenförmige Blüten in zartrosa. Sie fallen kaum auf, werden aber gerne von Bienen und Hummeln angeflogen.
Früchte: Aus den Blüten entwickeln sich Steinfrüchte in dichten Trauben, sie bleiben als weiße Schneebeeren bis tief in den Winter am Strauch hängen. Die erbsengroßen Knallerbsen erzeugen unter den Füßen das bekannte Knackgeräusch (Knallerbsenstrauch).
Wurzeln: Das dicht verzweigte Wurzelsystem ist flach ausgebreitet und bildet Ausläufer. Insbesondere auf sandigen Substraten werden diese stärker gebildet.
Standort: Der Standort kann sonnig bis schattig gewählt werden.
Boden: Der kultivierte Gartenboden reicht in der Regel für ein gutes Gedeihen der Pflanze aus.
Winterhärte: sehr gut
Verwendung: Aufgrund der Schattenverträglichkeit ist eine Unterpflanzung großer Bäume möglich. Das Wurzelsystem festigt Böschungen. Die Schnittverträglichkeit der Schneebeere ist ausgezeichnet, auf einen radikalen Rückschnitt reagiert die Pflanze mit einem starken Neuaustrieb. Der Knallerbsenstrauch bietet sich somit für freiwachsende und geschnittene Hecken an. Auch in der Einzelstellung oder Gruppenpflanzung kommt dieser Zierstrauch gut zur Geltung.
Wissenswertes: Die Früchte der Schneebeere sind leicht giftig, der Verzehr kann zu Erbrechen und Durchfall führen. In der Naturheilkunde wurden die Beeren als Brechmittel eingesetzt.