Weißtanne, Silbertanne, Edeltanne, Weihnachtsbaum - Abies alba
Der ökologische Wert der Weißtanne ist sehr hoch. Abies alba sichert im naturnahen Mischwald, die Standhaftigkeit der in Europa gefährdeten Artenvielfalt. Ihre Wichtigkeit für das Ökosystem wurde bisher oft übersehen und unterschätzt. Fatalerweise wurde sie vielerorts durch Monokulturen verdrängt.
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Herkunft: Kulturpflanze der in Europa heimischen Wildart, in Deutschland ist Abies alba hauptsächlich in Süddeutschland und überwiegend im Schwarzwald verbreitet.
Familie: Kieferngewächse, Pinaceae
Wuchs: Die Weißtanne wächst zu einem stattlichen Großbaum von ca. 30 - 50 Meter Höhe und ca. 10 Meter Breite. Unter optimalen Bedingungen erreicht sie sogar eine Höhe von 65 Meter und mehr. Die Weißtanne ist Europas höchster Baum. Der Stamm wächst kerzengerade, die Krone entwickelt sich kegelförmig.
Blatt: Die immergrüne Benadelung ist bis zu 3 cm lang und dunkelgrün. Unterseits sind die Nadeln mit zwei weißen Wachsstreifen versehen. Anhand der Nadeln sind Tannen und Fichten leicht zu unterscheiden. Die Fichte sticht, die Tanne sticht nicht.
Blüte: Die Weißtanne blüht erst ab einem Alter von ca. 30 Jahren, die Blütezeit ist von Mai bis Juni.
Früchte: Nach der Blüte werden aufrechtstehende Zapfen gebildet.
Standort: Der Standort kann sonnig bis halbschattig gewählt werden, der Anspruch an Luftreinheit und Luftfeuchte ist groß. Sie ist daher eine sehr gute Zeigerpflanze, die anzeigt, dass die Luftverhältnisse stimmig sind.
Bodenanspruch: Der Boden sollte gleichbleibend feucht und nahrhaft sein.
Wurzelsystem: Das Wurzelsystem ist tiefgehend und festigt den Baum bei Sturm.
Verwendung: Dieser Baum sollte bei Aufforstungen von naturnahen Mischwäldern öfters berücksichtigt werden. Die Mischwälder gewinnen zunehmend an Bedeutung, da die Nachteile der Monokulturen zu gravierend sind. In großen Gärten und Parkanlagen ergibt sich ein eindrucksvolles Bild durch Einzel- oder Gruppenstellung. In kleineren Gärten kann sie zum hübschen Weihnachtsbaum wachsen, den man nach dem Absägen erneut pflanzt. In der Naturheilkunde und im Musikinstrumentenbau ist dieser Baum ebenfalls begehrt.